Im Gegensatz dazu bietet das Leben ohne Schule die Möglichkeit, dass jedes Kind seine Interessen verfolgen kann. Guterson und seine Kinder, die keine Schule besuchen, machen Ausflüge, untersuchen Themenbereiche wie Lachse oder Fliegerei im Detail. Diese Art von Bildung basiert auf dem Glauben, dass Kinder spontan und motiviert lernen, wenn sie in einer anregenden Umgebung leben. Guterson spricht auch eine häufig geäußerte Sorge an - dass Kinder, die nicht zur Schule gehen, nicht genügend Kontakt mit Gleichaltrigen haben. Er berichtet, dass in Schulen allerdings oft ein negatives soziales Klima herrscht, der Schwerpunkt liegt auf Cliquenbildung, Konkurrenz untereinander und auf dem Kurssystem nach Begabungen. Kinder, die nicht zur Schule gehen, sind frei vom Druck des Schullebens und können eher Sympathie und Mitgefühl in ihren Beziehungen zu Menschen aller Altersstufen in ihrer Gemeinde entwickeln.
Alles in allem ist Gutersons Buch ein Loblied auf ein alternatives Bildungs-
und Lernkonzept. Er glaubt, dass das Leben ohne Schule eine Bildung bietet,
die über die künstliche Umgebung der Schule hinausgeht und die
Kinder der wirklichen Welt aussetzt, die voller Lernmöglichkeiten
ist.