Holt verabscheut Wissen, dass vollkommen auf abstrakte Weise gelehrt wird, und vereinfachte Materialien für Kinder, wie z.B. Erstlese-Bücher mit eingeschränktem Wortschatz. Anstatt dessen glaubt Holt, dass Kinder nach und nach den Dingen der wirklichen Welt ausgesetzt werden sollten, beispielsweise Zeitungen, Briefen, Garantien, den Gelben Seiten, etc. - alles, was greifbar ist. Holt erinnert sich mit Nostalgie an die Zeit zurück, als Kinder ihre Eltern bei der Arbeit beobachteten oder gar Seite an Seite mit ihnen arbeiteten, anstatt in Klassenzimmern in aufbereiteter Form über das Leben zu lernen.
Wenn es das Ziel der Bildung ist, unabhängig denkende Menschen hervorzubringen, dann müssen Lehrer das "unaufgeforderte Lehren" unterlassen, das - davon ist Holt überzeugt - Kinder nur frustriert, weil es sie glauben macht, sie seien nicht schlau genug zu lernen. Dieser destruktive Prozess zerstört ihre Selbstachtung und lässt ihr Vertrauen in ihre Fähigkeit, etwas selbst zu lernen, erlöschen und - schlimmer noch - sorgt dafür, dass sie sich für immer vom Lernen abkehren.
Lehrer sollten passiver sein, so fordert Holt, bereit, zurückzutreten und nur die Richtung zu weisen, wenn die Schüler Hilfe brauchen und darum bitten. Holt ist der Meinung, dass die besten Resultate erzielt werden, wenn einem Schüler die Zeit zugestanden wird, Dinge selbst herauszufinden und ein eigenes Verständnis zu entwickeln, das mit der Zeit immer ausgefeilter wird.
Inhalt:
Vorwort
Einleitung
Spiele und Experimente
Wie Kinder sprechen lernen
Wie Kinder lesen lernen
Sport
Kunsterziehung, Mathematik und andere Gebiete
Erfolgreiches Denken - wie unser Verstand Probleme löst